Studienfahrt nach Krakau/Auschwitz 2017

Komm und sieh:

Der Tod ist ein Meister aus Deutschland.

(Paul Celan)

 

Gedenkstättenfahrt am Thomas-Mann-Gymnasium 2017

Am Mittwoch den 8. November trafen wir uns am Parkplatz unserer Schule, um gemeinsam mit dem Bus nach Krakau in Polen zu fahren. Mit dabei waren 40 Schüler aus dem 10. Jahrgang und vier Lehrer. Geleitet und organisiert wurde diese Fahrt wie jedes Jahr von Herrn Krum.
Die Fahrt verlief reibungslos. Um etwa 19:00 Uhr erreichten wir unser Studentenhotel und kurze Zeit später waren alle in ihren Zimmern. Einige Zeit später gingen wir zusammen in die Stadt, die zu Fuß in etwa 15 Minuten zu erreichen war. Dort tauschten wir Euro in Zloty um und trennten uns, damit jeder etwas essen konnte. Abends im Hotel passierte nicht mehr viel, außer das übliche, was bei Teenagern so passiert.
Der nächste Tag begann für uns früh am Morgen, da wir ein mehr oder weniger gutes Frühstück erhielten. Es ging dann direkt wieder los, mit dem Bus, Richtung Auschwitz los. Unser Busfahrer, Hubert, hatte einen etwas gewöhnungsbedürftigen Humor, war aber sehr nett.
Vor Ort bekamen wir zum ersten Mal zu spüren, dass Polen ein sehr kaltes Land ist, was nicht nur an der dort generell herrschenden Stimmung lag. Wir warteten also vor dem Vernichtungslager Auschwitz um dann zu erfahren, dass ein Fehler bei der Buchung der Führung unterlaufen ist. Planänderung. Wir fuhren wieder zurück nach Krakau und entschlossen uns, an diesem Tag die Stadtführung zu machen, die eigentlich für Freitag geplant war. Bei dieser zeigte uns eine Frau, die Deutsch mit einem sehr süßen Dialekt sprach, das jüdische Viertel von Krakau (Kazimierz) und die Altstadt. Im jüdischen Viertel konnten viele von uns den ersten Eindruck vom realen jüdischen Leben gewinnen. Viele von uns waren das erste Mal in einer Synagoge, was eine sehr schöne und interessante Erfahrung war. Dort sahen wir ebenfalls einen alten jüdischen Friedhof und andere Dinge, die an eine vergangene Zeit und eine große jüdische Gemeinde erinnern.
Trotz der Eiseskälte erreichten wir die Altstadt und somit das Ende der Führung. Danach waren wir frei in der Entscheidung,  zum Hotel zurückzugehen oder in der Stadt etwas zu essen. Der Abend verlief ruhig. Generell kann man sagen, dass die Stimmung zwischen den Schülern und auch den Lehrern die gesamte Zeit sehr entspannt war und dass es kaum Streitigkeiten gab.
Der nächste Morgen verlief gleich, wie der vorherige. Wir aßen Frühstück und trafen uns 15 Minuten später am Bus, der etwa 400 Meter von unserem Hotel auf einem Parkplatz parkte. Das lange Busfahren machte auf Dauer keinen Spaß, aber wir hatten das Glück, dass unser Busfahrer viele Pausen machte, in denen wir uns etwas zu essen oder zu trinken kaufen konnten.
Erneut in Auschwitz angekommen, konnten wir die Gedenkstätte dieses Mal dann auch betreten. Es gab scharfe Sicherheitskontrollen und hinter dem Eingang wurden wir in zwei Gruppen geteilt. Wir bekamen Kopfhörer und ein Radio,  womit wir unseren Guide verstehen konnten. Wieder war es eine sehr nette, polnische Dame. Ich war erstaunt, wie viele Schulklassen und andere Gruppen dort waren und vor allem, dass so viele Länder vertreten waren.
Unsere Tour begann. Die Stimmung war inzwischen eher kühl, was nicht nur am Wetter, sondern auch am Ort lag. Wir sahen fast jede Ausstellung und die Frau konnte uns zu fast jedem Quadratmeter etwas sagen. Ich denke, dass jeder einzelne von uns sehr mitgenommen war und bemerkenswert war auch, dass wir uns alle sehr viele Fragen stellten.
Nachdem beide Gruppen in Ausschwitz fertig fahren, verließen wir das Gelände wieder und verabredeten uns mit der Frau in Ausschwitz-Birkenau, was mit dem Bus in etwa zehn  Minuten zu erreichen war. Auschwitz-Birkenau ist ein riesengroßes Gelände, was inzwischen weitestgehend frei ist. Das erste, was wir sahen, waren Schienen, Baracken und sehr viel Fläche, die sich bis in einen Wald hineinstreckt. Wir schauten uns verschiedene der Baracken an, in denen tatsächlich Menschen "lebten". Außerdem sahen wir Gaskammern und Krematorien, was wahrscheinlich für uns alle das Schlimmste war. Sich vorzustellen, was vor Ort passiert ist, war kaum möglich, obwohl uns alles erzählt wurde, wir Bilder und Videos sahen und live dort waren.
Am selben Abend führten wir mit den Lehrern Nachgespräche in unseren Zimmern. Wir tauschten uns über das Erlebte und unsere Gefühle aus.
Die frühe Rückfahrt war zunächst geprägt von Müdigkeit und ein wenig von diesem Gefühl, was man hat, wenn man von irgendwo weg muss. Als wir aber in Breslau, auf einem alten jüdischen Friedhof ankamen, war das Interesse, zumindest bei einigen, wieder geweckt. Es war interessant zu sehen, wie der Friedhof zu einem großen Teil verwüstet war und  was man für Symbole auf jüdischen Grabsteinen benutzt. Nach etwas über einer halben Stunde fuhren wir dann aber endgültig wieder Richtung Berlin.
Abschließend kann ich, als Schülerin, nur sagen, dass sich diese Fahrt definitiv gelohnt hat und ich jedem (!) Schüler empfehlen würde, einmal in seinem Leben eine Gedenkstätte des Holocaust zu besuchen.(Selina Zinke)

Einige Eindrücke der Krakaufahrt 2012

Nach einigen Vortreffen ging es am Dienstag, den 6.11.12 für ca. 43 Schüler der Thomas-Mann-Oberschule um halb 9 Uhr los Richtung Krakau. Wir waren ungefähr 10 Stunden unterwegs mit vielen, teils unfreiwilligen Pausen, bis wir schließlich im Studentenhotel in der Reymonta Street ankamen. 
An diesem Abend hatten wir noch ein wenig Freizeit, um die Stadt kennen zu lernen und um uns mit Nahrung zu versorgen.

Mittwoch war der wohl schwerste Tag für uns alle. 
Wir besichtigten das Konzentrationslager in Auschwitz , welches aus einem Arbeitslager und einem Vernichtungslager besteht. Für die Besichtigung des Arbeitslagers teilten sich die Schüler in zwei Gruppen auf, welche anschließend von verschiedenen Führern durch das Museum geführt wurden. 

Arbeit macht Frei. Die Parole der Nazis, die auf das Prinzip der Vernichtung durch Arbeit angelegt war. In Auschwitz 1 war das,wie in vielen anderen KZ´s auch, die Torinschrift. 

Galgen

Trennung durch Stacheldraht-Zaun       

Das Blumenmeer zum Gedenken

Das Vernichtungslager in Birkenau.

Dort viele Fotos zu machen erschien mir zu respektlos. Millionen Menschen starben hier und ihre Asche befindet sich immer noch im Boden der Umgebung.

Ein Denkmal für die Deportation der Juden.

Die Verbrennungsöfen, in denen tausende von Menschenkörpern zu Asche wurden.

Donnerstag! Krakauführung ,Tag der Sehenswürdigkeiten 
Wawel. Die ehemalige polnische Königsresidenz